02.09.2015

Macht uns die industielle Massenproduktion satt?

Bild: Valentin Thurn
Der Regisseur Valentin Thurn machte sich bereits mit
Thema Welternährung bei der Roten Filmnacht
10 Milliarden – wie werden wir alle satt

Auf die Frage, wie dereinst zehn Milliarden Menschen ernährt werden können, gehen die Antworten weit auseinander. Durch industrielle Massenproduktion in einer globalisierten Landwirtschaft sagen die Einen. Durch regionale Strukturen, kleinbäuerliche Landwirtschaft und geändertes Essverhalten der Verbraucher sagen die Anderen. Also Groß gegen Klein? Oder liegen die Antworten dazwischen?

Bis 2050 wird die Weltbevölkerung auf zehn Milliarden Menschen angewachsen sein. Doch wo soll die Nahrung für alle herkommen? Kann man Fleisch künstlich herstellen? Sind Insekten die neue Proteinquelle? Oder baut jeder bald seine eigene Nahrung an?
Regisseur und Bestseller-Autor Valentin Thurn sucht weltweit nach Lösungen. Auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage, wie wir verhindern können, dass die Menschheit durch die hemmungslose Ausbeutung knapper Ressourcen die Grundlage für ihre Ernährung zerstört, erkundet er die wichtigsten Grundlagen der Lebensmittelproduktion. Er spricht mit Machern aus den gegnerischen Lagern der industriellen und der bäuerlichen Landwirtschaft, trifft Biobauern und Nahrungsmittelspekulanten, besucht Laborgärten und Fleischfabriken.

Thurn stellt im Film „10 Milliarden“ die Interviews und Visionen der Konzerne nebeneinander, oft sogar ohne zu werten und zu verurteilen – es bleibt den Zuschauenden überlassen, zu urteilen. Nach seiner Erfolgsdokumentation "Taste the Waste", die die globale Verschwendung von Lebensmitteln aufgezeigt hat, widmet sich der deutsche Regisseur Valentin Thurn nun dem Problem der weltweiten Nahrungsmittelknappheit.

Thurn hat gut recherchiert und arbeitet sich gerade nicht an moralischen Themen der Massentieranlagen und Tierhaltungsethik ab, sondern es geht ihm um Gerechtigkeit, Unabhängigkeit der kleinbäuerlichen Unternehmen und Erhaltung der Qualität im Sinne der Bodenqualität in nachhaltig-langfristiger Sicht für die nächsten Generationen an Menschen. Das Fazit zieht Thurn nicht pauschal moralisch für alle, die zuschauen, sondern für sich persönlich: Weniger Fleisch zu essen, stattdessen aber auf Qualität zu setzen. Auf die Lebensqualität der Tiere und auf die Qualität bei der Herstellung der pflanzlichen Lebensmittel.

10 Milliarden ist ein kritischer Film aber er verliert nie den Optimismus und trotz der Thematik wird im Kino, verursacht durch den Wahnwitz mancher Positionen, auch herzhaft gelacht. Und: auf die Moralkeule mit entsetzlichen Szenen aus Tierfabriken verzichtet er ganz. Der Film wird im Parkkino am Donnerstag, 17. September, 20 Uhr im Rahmen der Roten Filmnacht gezeigt. Veranstalter sind die Kreis-SPD Berchtesgadener Land zusammen mit dem Ortsverein Bad Reichenhall.




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