11.05.2016

Gustav Starzmann ist 50 Jahre SPD-Mitglied

Bild: Ehrung JHV 2016
Mitgliederehrung bei der SPD-Jahreshauptversammlung
Vier Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft konnte der Ortsvereinsvorsitzende Guido Boguslawski bei der Jahreshauptversammlung in den Poststuben vornehmen. Vor nunmehr 50 Jahren trat Gustav Starzmann ein. Viele Jahre vertrat er als SPD-Abgeordneter das Berchtesgadener Land im Bayerischen Landtag. Zusammen ebenso lange, aber einzeln jeweils 25 Jahre ist das Ehepaar Hassankhani Mitglied der SPD. Reza und Elisabeth Hassankani sind eingetreten im Ortsverein Saarbrücken und vor einigen Jahren mit Beginn des Ruhestandes nach Reichenhall gezogen. Auf 40 Jahre SPD-Mitgliedschaft und ebenso lange Pressearbeit mit unzähligen Artikeln in dieser Zeit blickt Ulrich Scheuerl zurück.

Auf die Frage was Gustav Starzmann 1966 bewogen habe, als Student der Sozialdemokratie beizutreten, betonte er, dass es auch schon damals alles andere als Karrierismus war, der bayerischen SPD beizutreten. Die CSU hatte sich gerade die Bayernpartei auf merkwürdig unschönem Wege einverleibt und war auf dem Weg zum Alleinvertretungsanspruch in einer immer kapitalistischer werdenden Gesellschaft, so Starzmann. Entsprechend deutlich wurden die materiellen und sozialen Ungerechtigkeiten. Mit 20 Jahren wolle man aber auf der moralisch richtigen Seite stehen, nicht auf der Karriereleiter.

Neben der sozialen Gerechtigkeit war es aber auch die Sorge um den Frieden, die damals politisierte. Starzmann: „Der eifrige Ausbau der Wiederbewaffnung der beiden deutschen Staaten ließ damals einen nächsten Krieg nicht mehr unmöglich erscheinen und der Ruf nach Mitverfügung Deutschlands über Atomwaffen, die Franz Josef Strauß anstrebte, konnte einen engagierten jungen Menschen nicht unpolitisch sein lassen. Und auf bundesdeutscher Ebene gab es die Hoffnung auf eine sozialere, demokratischere und friedlichere Politik, die unter Willy Brandt eingeleitet wurde“.

In der SPD, versprach er sich, könne man als einfaches Parteimitglied an dem gewünschten Politikwechsel mitwirken. Das geht natürlich manchmal langsam. Bereits Ende der 60er Jahre wurde z. B. erkennbar, dass die zunächst auch von der SPD gehegte Hoffnung auf billige Energie aus der Atomkraft ein höchst gefährlicher Weg für die Menschheit sein wird. Es dauerte weitere 30 Jahre, wenigstens in Deutschland den Ausstieg einzuleiten. „Manchmal ärgert man sich auch über die eigene Partei – wenn ich meine Entscheidung von 1966 in die SPD einzutreten überdenke, bereue ich sie allerdings insgesamt nicht. Sehr vielen Menschen ginge es ohne die Politik der SPD schlechter als es ihnen heute geht. Es lohnt sich immer noch mitzumachen.”, so Starzmann bei seiner Ehrung für 50 Jahre SPD-Mitgliedschaft.




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