12.03.2019

Tonnagebeschränkung auf der Thumseestrecke

Bild: Thumsee im Herbst
Der Thumsee ist eines der wichtigsten Bereiche des Kurortes Bad Reichenhall. Angezogen von ihm werden Gäste und Urlauber, Einheimische, Wanderer und Erholungssuchende aus einem weiten Umkreis Reichenhalls. Doch er ist bedroht von einer Verkehrslawine. Die Frage ist: Haben die Reichenhaller die Kraft, dieses Gebiet auch so zu erhalten.
Warum die Stadt das jetzt machen muß
Damit es zur einstimmig vom Reichenhaller Stadtrat beschlossenen Tonnagebeschränkung kommt, wird die Stadt wohl einen Gerichtsbeschluss erwirken müssen.
Weil die Thumseestrecke eine Staatsstrasse ist, kann sie als zuständige Behörde nicht alleine handeln. Die Schilder kann sie selber nicht aufstellen und die Behörde in München hat Ablehnung signalisiert.

Aber! Wir sind eine Tourismusstadt und ein Kurort für Gäste, die Ruhe und Erholung suchen.
Und wir haben die nötigen Tourismuseinrichtungen (Hotels, Pensionen, Cafes und Wirtshäuser) und jede Menge Arbeitsplätze, die daran hängen. Und wir haben mit dem Thumsee einen Erholungsort nahe der Stadt mit all diesen Angeboten

Auf der anderen Seite gibt es eine gesetzliche Vorschrift in der Straßenverkehrsordnung, die es den Kurorten ermöglicht, solche wertvollen Landschaftsgebiete wie den Thumsee zu schützen. Zum Beispiel vor den Belastungen schwerer LKWs.


Man kann den § 45 (Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen) der Straßenverkehrsordnung nicht oft genug zitieren. In Absatz 1 heißt es: „Die Straßenverkehrsbehörden können die Benutzung bestimmter Straßen oder Straßenstrecken aus Gründen der Sicherheit oder Ordnung des Verkehrs beschränken oder verbieten und den Verkehr umleiten“.

Und in Absatz 1a des § 45 ist geregelt, wo die Städte beschränken können: 1. In Bade und heilklimatischen Kurorten, 2. in Luftkurorten, 3. in Erholungsorten von besonderer Bedeutung, 4. in Landschaftsgebieten und Ortsteilen, die überwiegend der Erholung dienen“.

Ich will damit sagen, Reichenhall ist eine Tourismusstadt und wir haben die gesetzlichen Instrumente, die Landschaft am Thumsee für unsere Gäste und die Einheimischen zu bewahren.

Wenn in dieser Lage der OB die Chance nicht ergreift und der Stadtrat mit ihm den gewachsenen Tourismus nicht vor dem Schwerlastverkehr zu schützen versucht und wenn sie zusammen nicht bereit sind, das evtl. auch im Streitfall durchzusetzen, dann handeln sie verantwortungslos.

Kommentar U.Scheuerl, Karlstein





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