07.10.2007

Munitionslager zu Solarpark

Bild: fuerle radtour
Solarstrom aus dem Wald
SPD radelt mit Landratskandidat zum ehemaligen Munlager


Die Sonne strahlte ungetrübt beim Radausflug der SPD mit dem Landratskandidaten Helmut Fürle. Und es war passend, war doch der geplante Solarpark zwischen Neukirchen und Teisendorf das Ziel der Fahrt. Die Freude über das Großprojekt mit erneuerbarer Energie ist jedoch nicht ganz ungetrübt, so Fürle. Dieser „Solarpark Neukirchen“ liege nämlich inmitten eines Wald- und FFH (Fauna – Flora – Habitat) – Gebietes und sollte demnach differenziert betrachtet werden. Aber statt es sorgfältig zu planen und die Gesichtspunkte des Naturschutzes zu berücksichtigen, werde das Projekt im Eiltempo durchgezogen. Die von Jahr zu Jahr sinkende Einspeisevergütung für den Solarstrom aus Fotovoltaikanlagen sei wohl die Ursache dafür.

Andererseits kenne er das Gebiet aus seiner Zeit als Soldat, wo er auf diesem Gelände, dem damaligen Munlager, Wache geschoben habe. Dass jetzt auf dem Gebiet der betonierten Militärbunker eine so friedliche Anlage mit den vielen Reihen von aufgestellten Solarstromtafeln entsteht, hält er für eine gute Entwicklung. Das Berchtesgadener Land gehöre ja schon jetzt zu den Solarregionen Deutschlands. Mit dem neuen Großprojekt könnte es hier noch einmal punkten. Und schließlich wollte er nicht unerwähnt lassen, dass Deutschland gerade dabei sei, in Sachen erneuerbare Energien ein führender Wirtschaftsstandort mit großen Entwicklungschancen zu werden. Zuletzt wollte der Landratskandidat dann trotz Bedenken bei der Durchführung seine Zustimmung zum „Sonnenstrom aus dem Wald“ nicht verhehlen.





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