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Den Derivaten folgt die Charmeoffensive

Den Derivaten folgt die Charmeoffensive

Mit dem Ausdruck „Finanzkrise“ will man derzeit sagen, dass bei den Banken etwas in Schieflage geriet, das in den USA seinen Ursprung hat. Etwas Wesentliches wird allerdings damit verschleiert. Genau genommen handelt es sich weniger um eine ungewollte Krise, als um die Verteilung der Kosten des Irakkriegs auf die ganze Welt.

Früher, wenn ein König einen Krieg führte, erging es dem Volk schlecht. Die Steuern wurden erhöht, viele mussten hungern und wer etwas hatte, zeichnete Kriegsanleihen, die spätestens bei der Niederlage wertlos wurden.

Anders unter der Bush-Regierung. Niemand in den USA musste sich einschränken. Im Gegenteil: Durch Überbewertung der Hauspreise wurde irreale Kreditsicherheiten geschaffen und der Konsum zusätzlich beflügelt. Die so entstandenen faulen Kredite wurden in kleine Päckchen verschnürt und in der ganzen Welt mit dem Versprechen lukrativer Zinsen verkauft. Jetzt funktioniert das nicht mehr, die „Kriegsanleihen“ sind in den Bilanzen allerorten wertlos geworden.

Die Schröder-Fischer-Regierung wollte eigentlich verhindern, dass in Deutschland für einen unsinnigen Krieg Opfer gebracht werden müssen. Über den Umweg „Finanzkrise“ sind wir doch beteiligt, wenn auch nur finanziell.

Nachdem der Krieg andauert und die weltweite Verteilung der Lasten durch wertlose Derivate nicht mehr möglich ist, wird es Amerika in den nächsten Monaten vermutlich mit einer Charmeoffensive versuchen. Obama wird nach Europa kommen und wird den alten Kontinent einzubinden versuchen. Natürlich gegen Kostenbeteiligung.




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