25.07.2010

17. Rote Filmnacht


So gut sah die Energiewende noch nie aus
Kein Öl, keine Kohle, keine Atomenergie - der Kinofilm "Die 4. Revolution" zeigt, wie die Welt allein mit erneuerbaren Energien auskommen könnte. Auch die Finanzierung der Dokumentation ist spektakulär: Statt Filmförderung brachten mehr als 150 Unternehmen und Privatpersonen das nötige Geld auf.
Die Unterstützer spendeten insgesamt 1,25 Millionen Euro, damit der Dokumentarfilmer Carl Fechner den Film über den maximalen Ausbau der erneuerbaren Energien machen konnte. Diesen Freitag ist er im Parkkino im Rahmen der 17. Roten Filmnacht der Reichenhaller SPD zu sehen. Sein unbescheidener Titel: "Die 4. Revolution".
Was "Die 4. Revolution" einzigartig macht: Es ist der erste Film, der auf die Bedrohung durch den Klimawandel tatsächlich eine positive Antwort hat. Große Solarkraftwerke, vernetzte Windparks, Blockheizkraftwerke, Solaranlagen im ländlichen Afrika: Mit solchen Projekten könne die Menschheit innerhalb der nächsten drei Jahrzehnte ganz auf Öl, Kohle und Nuklearenergie verzichten und trotzdem florieren. Das wäre dann, so Fechners Ansatz, nach der industriellen, agrarwirtschaftlichen und digitalen Revolution der vierte globale technische Umbruch. Und der Umbruch hat alles was eine Revolution ausmacht: Leidenschaft, Kämpfe um wirtschaftliche Vormacht, Gewinner und Verlierer. Und sollte sie gelingen, dann wird die Welt auf dem Energiesektor eine ganz andere sein. Statt in den Händen weniger und zentral gelenkter Konzerne wird die Energiegewinnung dezentral erfolgen und in den Händen der Bürger liegen.
Die Idee zum Film kam Fechner 2006 während eines Gesprächs mit Hermann Scheer, dem Träger des Alternativen Nobelpreises. Scheer erzählte ihm von seinem neuen Buch "Energieautonomie", in dem er beschreibt, wie die Welt komplett mit erneuerbaren Energien versorgt werden könne. Was zunächst wie eine Utopie klang, ist heute längst technisch machbar. Entscheidend sind nur noch die Menschen, die die Technologien auch einsetzen. Wenn man diese Menschen nun rund um die Welt begleitet, ihre Leidenschaft und ihre Kämpfe zeigt, dann wird aus einem Sachbuch ein packendes Drama.
Die örtliche Bundestagsabgeordnete der SPD Dr. Bärbel Kofler steht im Anschluss an den Film für eine Diskussion zum Thema zur Verfügung. Beginn der „Roten Filmnacht“ am Freitag, den 30. Juli 2010 ist 20 Uhr.






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