21.10.2011

SPD-Besuch bei der Fa. Movelo

Elektrofahrrädern gehört die Zukunft
SPD-Besuch beim Movelo-Geschäftsführer Herbert Ottenschläger


E-Mobilität wird zumeist nur mit dem Elektroauto in Verbindung gebracht, obwohl diese Fahrzeuge immer noch sehr selten sind. Im Vergleich dazu erlebt das Elektro-Fahrrad, das sogenannte "E-Bike" einen riesigen Aufschwung. Mehr als 300.000 solcher Elektroräder werden wohl im Jahr 2011 allein in Deutschland verkauft und das Interesse ist stark ansteigend. Für die Reichenhaller SPD ist der Trend zum E-Bike jetzt zum Thema geworden, weil nach ihrer Auffassung damit auch ein soziales Element verbunden ist. In Zeiten steigender Treibstoffpreise und sinkender Realeinkommen für Arbeitnehmer und Rentner wird das Elektroradl zur günstigen Alternative und könnte zukünftig einen wichtigen Beitrag zur Mobilität von Menschen in allen Altersgruppen leisten. Die Mobilität sozial und umweltverträglich zu gestalten haben sich die heimischen Sozialdemokraten vorgenommen und deshalb gemeinsam mit der SPD-Landtagsabgeordneten Annette Karl die Firma Movelo GmbH besucht, deren Geschäftsidee aus einer Kombination von Tourismus und Elektrorad besteht.

Von Anfang an auf einer Wellenlänge waren die Besucher mit dem Geschäftsführer der Movelo GmbH Herbert Ottenschläger, der sie in der Unternehmenszentrale in der Innsbrucker Straße in Bad Reichenhall begrüßte. Der SPD-Kreisvorsitzende Roman Niederberger, der den Besuch organisiert hatte, sah über den Tourismus hinaus große Chancen für Wirtschaft und Verkehr in der Region durch neue Ideen einer kombinierten Mobilität. Annette Karl, die Mitglied im Ausschuss des Bayerischen Landtags für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie ist, kritisierte die bisherige Fixierung auf das E-Auto und erkennt gerade für ländliche Räume im Elektrofahrrad ein großes Potential.

"Wir geben 100 Prozent Lächelgarantie", versprach Movelo-Geschäftsführer Herbert Ottenschläger: Nach aller Erfahrung zeigten sich die Radler begeistert davon, mit elektrischer Unterstützung beim Tritt in die Pedale zu bislang unerreichbar scheinenden Zielen zu gelangen und dabei auch noch die Landschaft genießen zu können. "Sie bewegen sich auf gesunde und naturfreundliche Weise, ohne sich zu überanstrengen - ein perfektes Angebot für jede Tourismusregion", so der Geschäftsführer. Mit dieser zündenden Idee hat Herbert Ottenschläger 2006 im Berchtesgadener Land begonnen, seine Firma aufzubauen. Zwischenzeitlich sind die Landkarten von Deutschland und Österreich in seinem Reichenhaller Büro schon fast zu einem Drittel grün eingefärbt, die Firma ist rapide gewachsen und die Expansion geht in Europa mit Belgien und Spanien weiter. Grün steht für Tourismusregionen mit E-Bike Angeboten von Movelo in den dortigen Hotels, für Ottenschläger kurz "Movelo-Regionen".

Wenn sich Ottenschläger einig ist mit der Landkreisverwaltung und dem dortigen Tourismusverband, werden in einer neuen Region zunächst in gezielten Präsentationen für die Gästebetriebe die Elektrofahrräder und die Idee angeboten. Mehr als 5.000 Räder stehen in den einzelnen Regionen bereits den Gästen zu Verfügung und die Vermieter wiederum werben bereits mit "Zimmer mit Bike" um neue Gäste. Im Berchtesgadener Land, in dem die Idee entstanden ist, sei die Unterstützung von mancher Seite aber hauptsächlich "verbal", meinte der Geschäftsführer.






Die SPD-Landtagsabgeordnete Annette Karl, die gemeinsam mit ihrer Familie selbst regelmäßig Urlaub im Berchtesgadener Land macht, sah im weiteren Ausbau des Konzepts große Chancen für Bad Reichenhall und das ganze Berchtesgadener Land: "Das Angebot hat Charme: eine wunderbare Landschaft, viele Radwege und dann noch das E-Bike gleich vom Hotel". Es seit kurzsichtig, wenn die bayerische Staatsregierung in den Modellregionen für E-Mobilität nur auf den Verkehrsträger Auto setze, so die Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion für Fragen des ländlichen Raums. Stattdessen liege die Zukunft in einer innovativen Kombination von öffentlichem Verkehr und elektrischer Mobilität - und dabei komme dem E-Bike eine wichtige Bedeutung zu.

Neben der Tourismusförderung sieht Ottenschläger das Elektrofahrrad für die Zukunft auch als Möglichkeit, um die innerstädtischen Verkehrsprobleme zu entschärfen. E-Bikes sind eine Einladung, das Auto stehen zu lassen. Die Gemeinden sollten sich deshalb aktiv an der Infrastruktur für diese Mobilität beteiligen. Ladestationen, Abstellplätze oder zusätzliche Radwege würden das Umsteigen noch weiter befördern. SPD-Stadtrat Wolf Guglhör erinnerte dabei an den Antrag seiner Fraktion, den Parkplatz an der Johannis-Spittal-Kirche dafür zu verwenden. Auch für ihren eigenen Heimatlandkreis Neustadt an der Waldnaab sah Annette Karl die Movelo-Idee als interessanten neuen Impuls an.

Weiterhin viel Erfolg wünschten die Besucher von der SPD zum Abschluss des Gesprächs Herbert Ottenschläger und bedankten sich bei ihm für die neuen Anregungen und innovativen Ideen, um Mobilität sozial und umweltverträglich zu gestalten.





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