23.01.2012

AWO-Mittagsbetreuung: Zwischenzeitlich eine Selbstverständlichkeit

Der Wert der AWO-Mittagsbetreuung wird zu wenig geschätzt
Adelheid Rupp besucht die Einrichtungen in Karlstein und in der Heilingbrunnerschule

Bad Reichenhall. Vor 10 Jahren, zum Schuljahresbeginn 2002/2003 begann die Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Bad Reichenhall mit zwölf Kindern ihre Mittagsbetreuung an der Grundschule Heilingbrunnerstrasse. Damals gab es noch Vorbehalte und es wurde unverhohlen argumentiert, die „Mütter sollten doch zu Hause bleiben“. Auch wurde bezweifelt, dass es für eine solche Einrichtung überhaupt Bedarf gibt. Zwischenzeitlich ist der Bedarf ständig gewachsen und mit rund 100 Kindern an den Schulen in Karlstein und an der Heilingbrunnerstrasse ist die Mittagsbetreuung zu einer Selbstverständlichkeit geworden.

Eingeladen von der Arbeiterwohlfahrt besuchte Adelheid Rupp, Oberbürgermeister-Kandidatin der SPD, die Einrichtungen in Karlstein und in der Heilingbrunnerschule. So sehr sie dabei von der Arbeit der Betreuerinnen beeindruckt war, so wenig gefielen ihr die Räumlichkeiten und Einrichtungen. „Es wird alles Menschen mögliche getan, dass es gut läuft, aber schön ist es nicht“, so Adelheid Rupp. In Karlstein, wo derzeit nur eine Kurzbetreuung von 11 bis 14 Uhr angeboten werde, ist es ein zwischenzeitlich viel zu klein gewordenes Provisorium. Der einzige Raum sei allenfalls für die Hälfte der insgesamt 30 angemeldeten Kinder geeignet. Ein ordnungsgemäßer Betrieb sei nur möglich, weil immer nur ein Teil der Kinder erscheine. Und der Raum sei sehr laut, weil selbst Kleinigkeiten, wie Vorhänge, fehlen, um den unvermeidlichen Lärm ausgelassener Kinder zu dämpfen.

In der Heilingbrunnerschule werden zwischenzeitlich 67 Kinder betreut. Das Angebot reicht hier bis 15.30 Uhr und umfasst die Möglichkeit eines warmen Mittagessens bis hin zur Hausaufgabenbetreuung. Ein solches Angebot könne nicht die von Bildungsfachleuten geforderte Ganztagsschule ersetzen, aber sei ein wichtiger Schritt besonders für Kinder deren Eltern berufstätig sind, so Adelheid Rupp. Die Mitarbeiterinnen um Beate Kickner leisten hier eine wichtige Aufgabe für die soziale und schulische Entwicklung der Kinder. Das werde leider erst seit wenigen Jahren in Bayern auch von der Staatsregierung anerkannt und „in Ansätzen“ betrieben.

In Bad Reichenhall, so die OB-Kandidatin, habe sie nach ihrem Besuch allerdings die Überzeugung gewonnen, dass von Seiten der Stadt diese Arbeit zu wenig gewürdigt werde. Es wird nicht ordentlich geputzt und die Räumlichkeiten könnten liebevoller eingerichtet sein. Selbst die Brandschutzbestimmungen werden in der Garderobe nicht eingehalten und Abhilfe seit einem Jahr nur versprochen. Sollte sie erneut die Einrichtung besuchen, dann als Oberbürgermeisterin, würde sie persönlich mit dem Team um Frau Kickner einen Maßnahmenkatalog zusammenstellen. Das seien alles Dinge, die wenig kosten, aber die Einrichtung besser Wert schätzen.




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