25.06.2013

Wie wir arbeiten wollen

Bild: gueldane heigermoser
Helmut Haigermoser mit der Bezirkstagskandidatin Güldane Akdemir
Helmut Haigermoser in Bad Reichenhall
Auf Einladung der Verdi-Ortsvorsitzenden Güldane Akdemir hat der Postgewerkschaft und Betriebsrat der Postbank, Helmut Haigermoser, über seine Vorstellungen einer menschlichen Arbeitswelt referiert. Warum sie derzeit weit davon entfernt ist, menschlich zu sein, dafür wollte er keine Schuldigen benennen und kritisierte jene Gewerkschaftsvertreter, die jetzt auf Fehler der Agendapolitik verweisen. Wo waren diese damals, so fragte Haigermoser, warum haben sie es nicht mit der Macht der Gewerkschaften verhindert?

Im Gegenzug forderte er wieder den Schulterschluss von Gewerkschaften und SPD, die in ihrer Geschichte über 100 Jahre erfolgreich zusammen für die Arbeitnehmer Recht um Recht und eine ordentliche Bezahlung erstritten. Von allen anderen Parteien haben Arbeitnehmer nichts zu erwarten. Die Fehlentwicklungen der erfolgreichen Agendapolitik, die mehr und mehr zu Tage treten, müssen jetzt korrigiert werden. Beispiele sind der Mindestlohn, Werkverträge, Leiharbeit und insbesondere kaputtmachende Arbeitsbedingungen, die sich besonders in steigenden Zahlen psychischer Erkrankungen zeigen. Sowohl die Politik als auch in Betrieben die Personalvertreter müssen handeln. Und die Politik muss den Arbeitnehmervertretern die Werkzeuge dafür in die Hand geben.

Eine Arbeitswelt herstellen, in der man gerne tätig ist und ein Mindestlohn von 10 Euro, der auch später zu einer auskömmlichen Rente führt, damit sind Wahlen zu gewinnen, so Haigermoser. Dafür will er streiten und bedankte sich bei Güldane Akdemir, ihn nach Reichenhall eingeladen zu haben.



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Diskussion mit Rainer Arnold, ehem. verteidigungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und Dr. Bärbel Kofler, MdB
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