22.05.2014

Energie Sozial Grenzenlos

Bild: Maria Noichl Ania Winter
SPD-Europakandidatin informierte sich im Caritas-Zentrum Bad Reichenhall über Projekt
Haushalten mit niedrigem Einkommen beim Energiesparen mit einer qualifizierten Beratung helfen und damit auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten: dieses Ziel verfolgt das Projekt „Energie Sozial Grenzenlos“, dass grenzübergreifend in zwei bayerischen und zwei österreichischen Gemeinden von der Caritas betreut wird. Bei einem Besuch im Caritas-Zentrum Bad Reichenhall informierte sich die SPD-Europakandidatin gemeinsam mit dem SPD-Kreisvorsitzenden Roman Niederberger über das Projekt.

Begrüßt wurden die beiden Sozialdemokraten von der Juristin Ania Winter, die Ansprechpartnerin für „Energie Sozial Grenzenlos“ auf bayerischer Seite ist, die zunächst die Finanzierung des Projekts erläuterte. Als Unterstützer sind neben der EuRegio Salzburg-Berchtesgadener Land-Traunstein die vier Pilotgemeinden Kirchanschöring, Freilassing, Neumarkt a. W. und Seekirchen.

Nach dem Start des Projekts am 01.07.2013 habe man zunächst die ehrenamtlichen Helfer in Kursen von jeweils 20 Stunden geschult, die als „Alltagsbegleiter“ den betreuten Haushalten beim Energiesparen helfen sollen. Unterstützt werden die Begleiter durch Energieberater des Landes Salzburg und Mitarbeiter der Caritas als Fachleute für die Themengebiete Soziales und Energie.

„Uns liegt vor allem an einer nachhaltigen Unterstützung der Haushalte für einen bewussten Umgang mit Energie und einer Verbesserung der Selbstkontrolle. Dies wird durch unsere Alltagsbegleiter sichergestellt“, erläuterte Ania Winter. Angelegt ist das Projekt auf die Betreuung von sechzig Haushalten in den Pilotgemeinden. „Derzeit haben wir noch Kapazitäten frei und sind gerne bereit, weitere Haushalte zu unterstützen“, stellte die Ansprechpartnerin dar.

Im Gespräch mit den Besuchern wurde deutlich, dass steigende Energiepreise immer mehr auch zu einer sozialen Frage werden. Maria Noichl sprach sich dafür aus, einen bestimmten Grundverbrauch mit günstigen Preisen anzubieten, um eine Mindestversorgung zu bezahlbaren Bedingungen zu garantieren. Ania Winter pflichtete ihr bei und erinnerte daran, dass eine Reihe von Elektrogeräten wie Fernseher und Waschmaschine dem Pfändungsschutz unterliegen: „Was hilft das aber, wenn man sich den Strom für den Betrieb dieser Geräte nicht leisten kann?“

Roman Niederberger kam auf das Projekt „Energiesparen für einkommensschwache Haushalte“ zu sprechen, dass von der Landeshauptstadt München bereits 2009 begonnen wurde und in dessen Rahmen bereits über 11.000 Haushalte von einer Beratung profitiert haben. „Auch dieses Projekt ist zunächst langsam angelaufen und ist erst durch eine sehr gute Abstimmung zwischen den Stadtwerken München und den Sozialverbänden zu einem echten Erfolg geworden“, stellte der SPD-Kreisvorsitzende dar.

Einig waren sich Ania Winter und ihre Besucher am Schluss des Gesprächs darüber, dass die Energiepolitik eine wichtige europäische Aufgabe ist: „Weder Strahlung noch Klimawandel machen an nationalen Grenzen halt, deswegen brauchen wir eine nachhaltige Energiewende. Und die braucht eine starke soziale Komponente, damit auch Menschen mit geringem Einkommen weiter an der Gesellschaft teilhaben können“.

Foto: SPD-Europakandidatin Maria Noichl (links) im Gespräch mit Caritas-Ansprechpartnerin Ania Winter




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